Der Computer Security Day, kurz CSD ist ein Aktionstag mit Geschichte und aktueller Relevanz
Am 30. November ist der Internationale Tag der Computersicherheit (Computer Security Day). Dieser Aktionstag soll uns bewusst machen, wie wichtig Informationsicherheit und Datenschutz im digitalen Alltag sind.
Der CSD wurde 1988 von der Association for Computing Machinery (ACM) ins Leben gerufen, um die Bedeutung von IT-Sicherheit und den Schutz sensibler Daten stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Er soll als Anstoß dienen, die eigene digitale Sicherheit kritisch zu prüfen, Maßnahmen zu verbessern und verantwortungsvoll mit Technologien umzugehen.
Der Tag erinnert uns daran, dass sichere Nutzung digitaler Systeme nicht nur eine Option, sondern eine Notwendigkeit ist!
Das Thema betrifft uns alle, gerade in einer Zeit, in der Cyberangriffe immer häufiger auftreten. Das gilt sowohl für das berufliche Umfeld als auch für das private Leben.
Die Ursprünge des Computer Security Day liegen in einem Ereignis, das die Verwundbarkeit des Internets schon früh sichtbar machte. Ein Blick zurück zeigt, warum diese Erfahrung bis heute relevant ist.
Ein Student, ein Computerwurm, ein Aktionstag – die Geschichte hinter dem CSD
Der Computer Security Day geht zurück auf das Jahr 1988. Damals legte der sogenannte Morris-Wurm das Internet lahm.

Diskette mit dem Quellcode des „Morris-Wurm“ausgestellt im Computer History Mueseum. (Wikimedia Commons)
Robert T. Morris war damals Student an der Cornell University. Eigenen Angaben nach wollte nur herausfinden wie groß und vernetzt das damalige Internet war. Das Progamm sollte zählen, mehr nicht. Er schrieb ein Programm, das sich auf Computern installierte und verbreitete, um die Anzahl der betroffenen Rechner zu ermitteln. Doch durch einen Fehler im Code funktionierte dies aber nicht wie geplant. Der Computerwurm verbreitete sich viel schneller als vorgesehen und wegen eines weiteren Bugs vervielfältige er sich unkontrolliert.
Es war somit einer der ersten großflächigen Cyberangriffe und zeigte sehr eindrucksvoll, wie verwundbar vernetzte Systeme sein können.
Computer wurden lahmgelegt, da sie mit der Verbreitung immer neuer Wurmkopien beschäftigt waren. Innerhalb von 24 Stunden waren rund zehn Prozent der damals ca. 60.000 Internetrechner betroffen, was zu Systemüberlastungen und Ausfällen führte. Eine enorme Belastung für die noch junge digitale Welt.
Reaktionen und Folgen
Obwohl Morris später erklärte, dass die Verbreitung unbeabsichtigt war, gibt es unterschiedliche Berichte über den Fall und sein Verhalten. Viele Medien berichteten ausführlich über diese Ereignis und er schaffte es sogar bis auf die Titelseite der New York Times. Möglicherweise war die Berichterstattung nicht immer sachlich und korrekt, die Community war gespalten was den Hintergrund der Tat anging.
Auf jeden Fall wurde er als erste Person angeklagt, gegen den Computer Fraud and Abuse Act von 1986 verstoßen zu haben. Er erhielt drei Jahre Gefängnis auf Bewährung, musste 10.000 US Dollar Strafe zahlen und 400 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.
Als Reaktion auf diese Ereignisse rief die ACM diesen Aktionstag ins Leben. Es handelte sich dabei um ein Projekt der Special Interest Group on Security, Audit, and Control (SIGSAC), einer spezialisierten Arbeitsgruppe innerhalb der ACM, die sich mit Informationssicherheit, Datenschutz und Kontrolle beschäftigt.
Die Botschaft ist klar
Die zentrale Botschaft des Computer Security Day ist eindeutig. Jede und jeder trägt Verantwortung, aktiv Maßnahmen zu ergreifen, sich selbst und das eigene berufliche und private Umfeld vor Bedrohungen im digitalen Raum zu schützen. Gerade deshalb hat dieser Aktionstag bis heute nichts von seiner Wichtigkeit eingebüßt.
Vier Basics für mehr Schutz im Netz
Der Computer Security Day (CSD) ist die ideale Gelegenheit, Ihre digitale Schutzstrategie zu überprüfen. Schon kleine Maßnahmen können einen großen Unterschied machen:
Ganzheitliche Sicherheit braucht Struktur
Diese Tipps sind auf jeden Fall ein guter Einstieg für den persönlichen Schutz. Doch für Unternehmen reicht es oft nicht aus, nur einzelne Maßnahmen umzusetzen. Gegebenenfalls unterliegen sie auch gesetzlichen Anforderungen wie NIS-2 und CRA (Cyber Resilience Act).
Hier kommt das Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) ins Spiel. Es schafft eine strukturierte Grundlage, um Sicherheitsprozesse ganzheitlich zu planen, umzusetzen und kontinuierlich zu verbessern.
Von der Analyse bis zur Umsetzung
Wir unterstützen Sie beim Aufbau und der Einführung eines ISMS – von der Analyse über die Konzeption bis zur Umsetzung.
Nutzen Sie den Computer Security Day als Startpunkt für eine nachhaltige Sicherheitsstrategie. Kontaktieren Sie uns und erfahren Sie, wie Sie Ihr Unternehmen mit einem ISMS zukunftssicher machen.
Wenn Sie weitere Risiken in den Bereichen Informationssicherheit, Datenschutz und Compliance dauerhaft minimieren möchten, wir sind für Sie da!



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